Ausstellung – Projekt 70273 von artTextil Dachau

||Ausstellung – Projekt 70273 von artTextil Dachau
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Zur Vernissage am 1. Sept um 11 Uhr laden wir Sie herzlich ein,

Unter dem Deckmantel der Eugenik, der damals unter dem Nationalsozialismus vorherrschenden Meinung in den Wissenschaften, verschrieben sich Ärzte der Aufgabe, die deutsche Gesellschaft von körperlich und geistig Behinderten zu befreien. Ihr Leben wurde als „lebensunwert“ bezeichnet. Um für alle damals unter dem T4 Programm ums Leben gekommenen Kindern, Frauen und Männern zu gedenken , hat Jeanne Hewell – Chambers angeregt, Blöcke auf weißem Untergrund mit zwei roten Kreuzen zu gestalten. Die Blöcke werden dann zu Quilts zusammengenäht und sollen weltweit ausgestellt werden. Koordiniert wird das Projekt hier von der Patchwork Gilde Deutschlands e.V.
artTextil Dachau beteiligt sich an dem internationalen Projekt 70273, das an die Morde vieler Tausender behinderter Menschen die während des Nationalsozialismus einer grauenhaften Ideologie zum Opfer fielen, erinnern soll. Aus Schönbrunn, einer Behinderteneinrichtung in der Nähe von Dachau, sind auf Anordnung des NS-Regimes nachweislich 207 behinderte Menschen zu Tode gekommen. Um sie ins Gedächtnis zu rufen fertigen wir Quilts mit 207 Blöcken an. Auf jedem einzelnen Block werden 2 rote Kreuze angebracht. 2 rote Kreuze waren in den jeweiligen Personalakten eingetragen und diese 2 roten Kreuze bedeuteten für die Menschen den sicheren Tod. Insgesamt haben wir 7 Decken fertiggestellt, die wir Ihnen präsentieren wollen. Sie sind der Dachauer Beitrag zum „großen Quilt“ der aus insgesamt 70273 Stoffteilen bestehen soll. Aber wir erhalten auch von der Patchwork-Gilde Deutschland e.V. weitere 30 Quilts für diese Ausstellung ausgeliehen. Diese und andere Quilts von überall her werden ihre Reise um die Welt antreten zum Gedenken an die Ermordung behinderter Menschen während der NS-Diktatur. geschrieben von Agnes Bauer